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Die PiCCO-Technologie ist das einfache, gering invasive und kosteneffiziente Werkzeug zur Bestimmung der hämodynamischen Leitparameter kritisch kranker Patienten. Im folgenden Abschnitt finden Sie eine Reihe von Fragen und Antworten zum diesem Thema. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, freuen wir uns über Ihre Anfrage unter folgendem Link.

Kontakt zu PULSION

Wofür steht die Abkürzung ‘PiCCO’?

PiCCO steht für ‘Pulse Contour Cardiac Output’ (Pulskontur-Herzzeitvolumen). Das ‘i’ wurde eingefügt um aus dieser Abkürzung ein gut auszusprechendes Wort entstehen zu lassen.

Was sind Indikationen und Kontraindikationen der PiCCO-Technologie?

Indikationen:

PiCCO ist bei allen Patienten indiziert, die eine Überwachung des kardiovaskulären Zustands und/oder des Kreislauf-Volumenstatus erfordern. Dazu gehören Patienten verschiedener Fachdisziplinen wie Chirurgie, Internistische Medizin, Kardiologie, Neurologie, Pädiatrie und Schwerbrandverletzung, sowie andere Patienten bei denen eine Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion erforderlich ist, z.B. bei größeren operativen Eingriffen.

Generell ist PiCCO sowohl bei hämodynamischer Instabilität und unklarem Volumenstatus als auch bei therapeutischen Konflikten indiziert. Dies ist üblicherweise der Fall bei:

  • Septischem Schock
  • Kardiogenem Schock
  • Hypovolämischem Schock
  • Akutem Lungenversagen
  • Schweren Brandverletzungen
  • Pankreatitis
  • Hochrisikoeingriffen

Kontraindikationen:

Bei Patienten mit arteriellen Zugangsbeschränkungen aufgrund eines Bypass der A. femoralis oder einer schweren Verbrennung ist normalerweise die Platzierung eines PiCCO-Katheters nicht möglich.

Hinweis:

Alternativ kann die A. axillaris oder A. brachialis als Zugang verwendet werden. Zur kurzzeitigen Verwendung kann auch ein langer Radialis-Katheter platziert werden.

Die Ergebnisse der Thermodilutionsmessung mit der PiCCO-Technologie können verfälscht werden bei Patienten mit intrakardialen Shunts, Aortenaneurysma, Aortenstenose, Mitral- und Trikuspidalklappeninsuffizienz, Pneumektomie, massiver Lungenembolie und extrakorporalem Kreislauf.

Nähere Informationen finden Sie im Abschnitt ‘Medizinische und physiologische Fragen’.

Wie lange kann ein arterieller PiCCO-Katheter im Patient verbleiben?

Entsprechend der Registrierung (CE-Zulassung) können PULSION Einwegprodukte maximal 28 Tage verbleiben. In der klinischen Praxis ist dies aus hygienischer Sicht jedoch nicht zu empfehlen. Gestützt auf eine Veröffentlichung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut, Deutschland (Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2002) wird folgende Empfehlung gegeben:

  • Austauschintervall für PiCCO Katheter: alle 10 Tage (außer langer Radialis-Katheter PV2014L50: max. 3 Tage)

•    Austauschintervall für PiCCO Monitoring Kit: alle 4 Tage

Das Austauschintervall kann verkürzt werden falls Komplikationen im Zusammenhang mit der Verwendung dieser Einwegprodukte auftreten (z.B. Blutungen Blutergüsse, Anzeichen von Entzündung, Durchblutungsstörungen), der Katheter falsch angebracht wurde oder wenn Klinik-interne Regelungen oder Standardverfahren anderes vorschreiben.

Kann der PiCCO-Katheter während der MRT verbleiben?

Die Auswirkung der MRT auf PiCCO-Katheter wurde in Modellversuchen untersucht und die Ergebnisse als Kongress-Abstrakte veröffentlicht (Kampen et al, Intensivmed Notfallmed 2002, Kampen et al Anaethesia 2004, Greco et al AnnFAR 2011). Diese Untersuchungen zeigen keinerlei negativen Effekte der MRT auf die Funktionen des PiCCO-Katheters.

Bisher gibt es jedoch keine systematischen Prüfungen für alle vorhandenen MRT-Systeme unter den unterschiedlichen Messbedingungen. Deshalb kann PULSION die Kompatibilität des PiCCO-Katheters mit MRT-Systemen nicht generell bestätigen und muss empfehlen, den PiCCO-Katheter vor dem MRT zu entfernen. Die Entscheidung, ob der PiCCO-Katheter während des MRT im Patienten verbleibt, liegt damit allein im Ermessen und in der Verantwortung des behandelnden Arztes.

Weshalb ist es notwendig die PULSION PiCCO Monitoring Kits für die PiCCO-Technologie zu verwenden?

Die PULSION Monitoring Kits wurden auf ihr Frequenzverhalten hin getestet und passen zu den im PiCCO verwendeten Algorithmen. Damit ist höchste Zuverlässigkeit gewährleistet. Der wichtigste Faktor dabei ist der mit dem PULSION Druckwandler verwendete Anschlussschlauch. Dieser Schlauch ist relativ hart und hat eine speziell definierte Länge und Innendurchmesser. Wird ein anderer Druckwandler oder Anschlussschlauch verwendet oder der Anschlussschlauch modifiziert (z.B. mit einem Anschluss zur nadellosen Blutprobenentnahme), kann das Pulskontur-Herzzeitvolumen verfälscht werden. Um eine korrekte Druckübertragung sicherzustellen, muss ein Rechteckschwingungstest durchgeführt werden (siehe Gebrauchsanweisung des PULSION Monitoring Kits). Die PiCCO-Technologie ist nur für die Verwendung mit unverändertem Original PULSION Monitoring Kit validiert.